Neue Serie: „Hilfe, unser Kind nimmt Drogen.“

Wenn Jugendliche mit Drogenproblemen zu tun haben, muss der Grund dafür nicht immer nur Leichtsinn sein.
Oft haben sie es einfach nicht besser gewusst. Drogenkonsum ist meistens die Antwort auf einen Mangel. Wer Entspannung braucht, steht meistens unter Druck. Wer Selbstbewusstsein sucht, hat zu wenig davon. Und wer den «Kick» sucht, langweilt sich mit sich selbst. Gerade Teens und junge Twens sind oft mit solchen Defiziten konfrontiert. Deshalb sind sie so anfällig für Drogen.

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Die Grüne Schleife als Anti-Stigma Symbol psychischer Erkrankungen.

Angelehnt an die rote Schleife (weltweites Symbol der Solidarität HIV-Infizierter und AIDS-Kranker) wird die grüne Schleife zusammen mit über 100 Bündnispartnern und zahlreichen Akteuren aus Politik und Gesellschaft als international bekanntes Anti-Stigma Symbol psychischer Erkrankungen in Deutschland eingeführt. Vor allem junge Menschen leiden heute unter großem Druck und sind häufig betroffen.18 Mio. Betroffene in Deutschland, Tendenz steigend.

 

 

Achtsamkeit: Pflichtfach in Englands Schulen

Leistungsdruck, Versagensängste, unruhige, schlaflose Nächte. Immer mehr Kinder leiden bereits in der Grundschule unter Stress. England macht es vor reagiert auf die steigende Zahl „psychisch auffälliger“ durch Achtsamkeits-    training als verbindliches Schulfach. Bravo!

 

YouTube APP für Kinder. Ihr Kind sieht (fast) nur, was es sehen soll.

Grundsätzlich ist es ratsam, mit Kindern bis zu 13 Jahren, gemeinsam und kontrolliert Kanäle wie YouTube zu nutzen.  Jedoch sind dort viele nicht kindgerechte Inhalte zu finden. Für jüngere Kinder empfiehlt sich daher die Nutzung von YouTube Kids. Es unterteilt sich in vier Themenbereiche: „Lernen“, „Entdecken“, „Shows“ und „Musik“. Google hat zudem ein paar Kontrollelemente für Eltern eingebaut. Sehr zu empfehlen ist die sicherste Voreinstellung „Nur genehmigte Inhalte“. Dennoch, wir empfehlen YouTube Kids nur gemeinsam zu gucken und nicht unter 3 Jahren.

Gedanken zum Kindergarten- und Schulstart

Zurück aus den Ferien beginnt für viele Kinder ein neuer Lebensabschnitt. Der bedeutende Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther erläutert in einem kurzen Clip wie Lernen bei Kindern wirklich gefördert wird. Kinder einzuladen, ermutigen, inspirieren – anstatt „Kompetenzen“ aufzubauen. Hörenswert, wie wir finden.

In allerbester Gesellschaft.

Der Life Science Campus Martinsried zählt europaweit zu den Hotspots für Biotechnologie.
Die Vernetzung von Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft wird im Westen Münchens auf beispielhafte Weise realisiert. Der Genius Loci bringt eine besonders lebendige, inspirierende Schöpferkraft hervor, die alle, die hier forschen, experimentieren und tüfteln, so sehr schätzen. Mittendrin: die Kommunikationsprofis von Kindermedizin.info. Lesen Sie das Portrait über Kindermedizin.info in der aktuellen Ausgabe des Media Mind Verlags „Biotechnologie in Bayern“.

Kamille, Pfefferminze, Kümmel oder Anis – die Freunde bei Bauchschmerzen.

Bauchschmerzen können viele Ursachen haben. Oft stecken auch psychische Probleme dahinter. Bauchschmerzen sind bei Kleinkindern die häufigste, bei älteren Kindern und Jugendlichen die zweithäufigste Ursache von Schmerzen nach Kopfschmerzen. Natürliche Mittel wie Fenchel, Kamille, Kümmel, Pfefferminze oder Anis können Bauchschmerzen lindern. Eine gute Übersicht gibt der Artikel bei Baby&Familie.

Homöopathie hilft nicht, sagen die Daten. Mir hilft es, sagen Patienten.

Immer und Immer wieder wird in den letzten Jahren an der Wirkungsweise der Homöopathie  gezweifelt. Obwohl die Wirksamkeit umstritten ist, erfreuen sich Globuli steigender Beliebtheit. Der wissenschaftliche Beweis steht nach wie vor aus und die Wirkweise ist nach wie vor unklar. Seit 2011 dürfen Krankenkassen als freiwillige Leistung Homöopathica erstatten. Nun möchte der SPD Politiker Karl Lauterbach dies ändern. „Im Sinne der Vernunft und Aufklärung“ möchte er Krankenkassen verbieten die Kosten für homöopathische Mittel zu übernehmen. Die Union findet es falsch die freiwilligen Leistungen der Versicherer zu beschränken.

Wir von Kindermedizin.info sind hin- und hergerissen. Wenn Homöopathie nicht wirkt, warum machen dann die Globuli meinen Hund deutlich ruhiger? Er weiss definitiv nicht, was er bekommt, denn den Beipackzettel habe ich Ihm nicht vorgelesen. Ich erinnere mich an die Zahnschmerzen meines Babies, als es die ersten Zähne bekam und es wurde dank Homöopathica ruhiger, mit offensichtlich weniger Schmerzen. Alles nur Einbildung? Ich glaube nicht, aber angeblich wirkt es doch nicht?

Eine ausführliche Internetrecherche brachte ein eindeutiges Ergebnis: Es gibt wissenschaftlich untersucht keine Wirkung von homöopathischen Mitteln. Die gesamte Wirkung wird dem Placeboeffect gutgeschrieben. Bei harmlosen Erkrankungen ist der Griff zum Homöopathica wahrscheinlich kein Fehler, wenn es hilft, prima. Bei ernsthaften Erkrankungen sollte man besser zu nachweislich, wirksamen Medikamenten greifen. Bei Kindern bitte unbedingt einmal mehr zum Arzt, denn man verliert sonst unter Umständen wertvolle Zeit.

 

Folgende, von uns recherchierten Links zum Thema Homöopathie können wir empfehlen:

Spiegel online, Video: Sagenumwobene Globuli, das Geschäft mit der Homöopathie

Helmholz Institut (Wissenschaftliche Institution)

Ärztezeitung

Die ZEIT

Quarqs

 

WHO: Keine Bildschirmzeit für Kleinkinder unter einem Jahr.

Eigentlich wissen wir es ja, dass Babies nicht vor dem TV, IPad oder dem Handy sitzen sollten. Doch nun hat die WHO erstmals Empfehlungen für Kleinkinder zu körperlicher Bewegung, Bewegungsmangel , Bildschirmzeit und Schlafstörungen bei Kindern unter 5 Jahren veröffentlicht. „Die frühe Kindheit ist eine Periode, in der sich der Körper und Kognition rasant entwickeln – und eine Zeit, in der sich die Gewohnheiten der Kinder formen und der familiäre Lebensstil offen ist für Veränderungen und Anpassungen“, schreibt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Für Euch haben wir Teile dieser Empfehlungen kurz zusammengefasst:

 

Babies bis zu einem Jahr:
Generell keine Zeit vor Bildschirmen jeglicher Art, denn das Gehirn ist noch nicht soweit entwickelt. Säuglinge sollten am Tag 14-17 Std. schlafen (incl. Nickerchen im Kinderwagen). In fester Position wie z.B im Kinderwagen, Hochstuhl etc. nicht länger als eine Stunde am Stück, denn die Wirbelsäule ist noch nicht stabil genug.

 

Kleinkinder von einem bis zwei Jahren:
Wenn überhaupt, sollte die Zeit vor einem Bildschirm nicht mehr als eine Stunde sein. Aktives Spielen sollte bei Kleinkindern mindestens drei Stunden am Tag dauern. Auch bei Kindern bis zu zwei Jahren, möglichst nicht länger als eine Stunde am Stück in sitzender Position. 11 bis 17 Stunden Schlaf sind für Kleinkinder gut (incl. Nickerchen).

 

Kinder von drei bis vier Jahren:
Das Sitzen vor einem Bildschirm (TV, Tablet, Hnady etc.) idealerweise nicht länger als 1 Stunde am Tag.
In fester Position sitzen nach wie vor nicht länger als eine Stunde, denn die Wirbelsäule ist immer noch nicht voll belastbar. 10 bis 13 Stunden Schlaf sind ideal. Drei Stunden aktives spielen sollte nun, wenn möglich am Tagesplan sein.

 

 

Der Sommer kommt.

Sonnenschutz bei Kindern ist besonders wichtig, denn die schützende Hornschicht der Haut ist wesentlich dünner als bei Erwachsenen, so kann die UV-Strahlung ­leichter in tiefere Haut-schichten dringen und es kommt leichter zu Sonnenbrand. Wissenswertes gut zusammengefasst von Baby & Familie unter:

Kommentar: Ramadan, Verzichten – ja. Aber nicht auf Essen & Trinken.

Warum berichten wir von Kindermedizin.info über das Ramadan-Fasten bei Kindern?
Nicht, weil wir gegen Muslime, für Christen, Juden, Hindus oder Buddhisten sind.
‚Sondern weil uns die Gesundheit aller Kinder am Herzen liegt. Das Prinzip der Enthaltsamkeit, der Besinnung, gibt es in vielen Religionen, jedoch ist in keiner Religion außer dem Islam das Essen und Trinken tagsüber untersagt. Ausgenommen vom Fasten sind Kinder, Kranke und Schwangere. Das ist richtig und wichtig. Denn für Kinder ist striktes Fasten gesundheitsschädlich, vor allem der Verzicht auf’s Trinken. (mehr …)

Kommentar: Politiker, Ihr Einsatz bitte!

Experten für Kindermedizin trafen sich Anfang dieser Woche im oberbayerischen Tutzing. In der Akademie für politische Bildung fand der „1. Deutsche Kindergesundheitsgipfel“ statt. An dieser so wichtigen Tagung zur Bedeutung der Kinderrechte für die Kindermedizin kamen Vertreter aller 37 Universitäts-Kinderkliniken in Deutschland, außerdem Juristen, Experten und Verbände aus der Gesundheitswirtschaft an den Starnberger See, um sich gemeinsam den vielfältigen Herausforderungen der Pädiatrie zu stellen. Politiker kamen leider nicht. Bedauerlich, denn die Kindermedizin benötigt dringend mehr Gehör.

Eltern machen krank

Übergewicht, Karies, Sprachstörungen – hier gibt es Zusammenhänge zwischen Elternhaus und Kinder-
gesundheit. In Familien mit niedrigerer Bildung erkranken Kinder bis zu dreimal häufiger als Kinder von Akademikern. Das zeigt der neue Kinder-Jugendreport der DAK.

Seltener Allergien dank Hund, Katze, Kuh.

Kinder lieben Tiere und Sie entwickeln sogar seltener Allergien, wenn sie schon als Säuglinge in Kontakt mit Tieren sind. Ein schwedisches Forscherteam liefert nun eine aktuelle Studie hierzu. Mehr beim BVKJ.

Hilft Hühnersuppe bei Erkältung wirklich?

Ja. Das Hühnchen in der Suppe bietet eine Reihe von Vorteilen. Es ist reich an Eiweiß, was das Immunsystem unterstützt und es ist auch eine gute Quelle für Vitamine und Mineralstoffe wie B-Vitamine, die das Immunsystem stärken. Mehr zur Studie beim BVKJ.

Honig und Tee besser als so manche Halsschmerzmittel

Laut Ökotest sind Halsschmerzmittel für Kinder nur mangelhaft und ungenügend (ÖKO-TEST, Januar 2019). Besser sind Honig und Tee. Das zeigt auch unser Artikel „Aktuelle Studienlage/Erkenntnisse zum Einsatz von Naturheilmitteln bei Erkältung“.
16 Halsschmerzmittel für Kinder wurden von Ökotest geprüft. Viele enthalten nebenwirkungsträchtige Wirkstoffe und Hilfsstoffe. Ob sie überhaupt etwas bringen ist fraglich.

Sanftes Streicheln lindert Schmerzen

Sanftes, langsames Streicheln lindert Schmerzen bei Babies bis zu 40 Prozent, zeigte eine Studie der University of Oxford. Langsames Streicheln aktiviert bestimmte sensorische Neuronen in der Haut und beruhigt das Baby.

Handynutzung der Eltern macht Kinder wütend.

Wenn Eltern häufig Ihr Smartphone nutzen, neigen Kinder vermehrt zu Wutanfällen. Prof. Brandon McDaniel und Prof. Jenny Radesky, Ärztin und Professorin für Pädiatrie an der Universität Michigan, haben diesen Bezug eindeutig in einer Studie nachgewiesen. Die Studie ist leider nur im Orginal/Englisch verfügbar.

Geringer Cannabiskonsum verändert das Gehirn von 14-Jährigen.

Wieder ein wissenschaftlicher Beleg dafür, dass der Konsum von Cannabis in jungen Jahren keinesfalls verharmlost werden darf. Ergebnis: Bei den sporadischen Cannabiskonsumenten war das Volumen der grauen Substanz in bestimmten Hirnregionen erhöht. Veränderungen im Temporallappen gingen mit schlechteren Ergebnissen in neuropsychologischen Tests, wie z.B. dem wahrnehmungs­gebundenem logischen Denken einher.