Drogensucht

Ein Abhängigkeitssyndrom durch Drogen, oder Drogensucht, bezeichnet eine Gruppe von Störungen der Psyche und des Verhaltens aufgrund wiederholter Einnahme von Substanzen, die die menschliche Psyche beeinflussen, sog. psychotrope Substanzen. Drogen wie Cannabis, Ecstasy, Kokain, LSD und Heroin besitzen ein hohes Suchtpotential. Bereits ein einmaliger, sicher aber ihr mehrmaliger Konsum kann der erste Schritt in eine Abhängigkeit sein. Tabak, Alkohol, Coffein, Medikamente wie Schlafmittel (Benzodiazepine, Barbiturate) gehören auch zu den süchtig machenden Substanzen.


  • Krankheitsbild

    Kurzfristig wird mit dem Konsum eines Suchtmittels eine positive Wirkung erzielt, die oft als unbefriedigend empfundene Ausgangssituation wird gefühlt verbessert. Die anschließende „Ernüchterung“ lässt einen Teufelskreis entstehen. Der Wunsch nach einem erneuten Rauscherlebnis wird stärker. Eine Suchterkrankung basiert auf einer Fehlsteuerung des Belohnungssystems im Gehirn. Suchtmittel aktivieren Botenstoffe, die zum Beispiel Wohlbefinden oder Euphorie auslösen. Dadurch lernt das Gehirn relativ schnell, ein bestimmtes Suchtmittel als positives Empfinden wahrzunehmen. Fehlt dieser Reiz, empfindet es eine Art Belohnungsdefizit – mit der Folge, dass der unkontrollierte Wunsch nach dem Suchtmittel entsteht. Sucht ist also keine Charakterschwäche, sondern eine Krankheit, die im Gehirn nachgewiesen werden kann.

     


  • Diagnose und Therapie

    Es gibt eine ganze Reihe von Anzeichen, die auf eine Drogensucht bei einem Kind oder Jugendlichen hinweisen können. Natürlich können einzelne Symptome auch auf andere Gegebenheiten hindeuten. Häufen sich die Anzeichen jedoch, sollte man als Eltern hellhörig werden. Ein solches Anzeichen kann beispielsweise abnehmender Appetit sein. Hat Ihr Kind immer gerne gegessen und verweigert plötzlich die Nahrungsaufnahme? Oft geht das Ganze einher mit einem auffallend blassen Teint und stumpfen, müden Augen. Weitere körperliche Symptome sind Zittern, vermehrter Schweiß, ständige Müdigkeit und eine große Nervosität.

    Manchmal geht es nicht ohne professionelle Hilfe – insbesondere dann, wenn Eltern bei einer bereits fortgeschrittenen Drogensucht keinen Zugang mehr zu ihrem Kind finden. Das Netz an Beratungsstellen und Hilfseinrichtungen ist in Deutschland inzwischen sehr engmaschig. Suchen Sie Hilfe und Unterstützung bei professionellen Einrichtungen.




Wendt, B. (1997).Lexikon der Kinderkrankheiten. Bergisch Gladbach: Honos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG.
Dr. Christine Heins, R. r. (2000).Mein Kind ist Krank. Hamburg: COMPANIONS Glaenzer Linkwitz Wiskemann GmbH
Mary Rudolf, T.L. (2011).Paediatrics and Child Health. New Jersey, USA: John Wiley and Sons Ltd.
letzte Änderung: 18.04.2019

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