Impfungen

Impfungen, auch Schutzimpfung oder Vakzination genannt, sind die wirksamste, vorbeugende Maßnahme gegen Infektionskrankheiten. Wer sein Kind impft schützt es und trägt dazu bei, dass diese Krankheiten sich nicht auf andere übertragen und weiter ausbreiten. Eine Impfung ist eine präventive (vorbeugende) Massnahme. Sie ahmt die natürliche Infektion nach, dadurch wird das körpereigene Abwehrsystem vorbereitet. Bei einer Infektion mit dem gleichen Erreger kann es dann sofort wirksam reagieren. Der Erreger wird durch das eigene Immunsystem rasch unschädlich gemacht und es entwickeln sich nur wenige oder keine Krankheitssymptome.


  • Wissenswertes

    Derzeit steht eine Impfung gegen eine Vielzahl von viralen und bakteriellen Infektionskrankheiten zur Verfügung. Nach Einschätzung der WHO, des Robert-Koch-Instituts (RKI) und vielen weiteren Gesundheitsorganisationen gehört die Impfung zu den wichtigsten und wirksamsten präventiven Maßnahmen, die der Medizin zur Verfügung stehen. Verschiedene Institutionen und Kriterien entscheiden darüber, ob und für welche Personengruppe eine Impfung empfohlen wird und ob die Impfung in den nationalen Impfplan aufgenommen werden soll. Wesentliche Parameter sind Schwere und Verbreitung der Erkrankung, sowie Wirksamkeit und Sicherheit des Impfstoffs. Zu einer Empfohlen wird die Impfung erst dann, wenn die Vorteile die Risiken und Nebenwirkungen ganz klar überwiegen. Impfempfehlungen werden regelmässig vom RKI überprüft und dem neusten Wissensstand angepasst. Viele Argumente von Impfgegnern sind überaltet (wie z.B. der Einsatz von Quecksilber als Konservierungsstoff). Das ständig genutzte Argument Impfungen würden bei Kindern Autismus erzeugen ist gelogen, denn die Sudie war gefälscht und wurde  2010 entgültig zurüchgezogen. (Wakefield et al., 1998). Nach wie vor geistern diese Lügen wie diese durchs Netz.


  • Impfempfehlungen

    Impfempfehlungen seitens der STIKO (Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Institutes):

    – Diphterie
    – Hepatitis B
    – Haemophilus influenzae Typ b (Hib)
    – Masern
    – Mumps
    – Pertussis (Keuchhusten)
    – Pneumokokken
    – Poliomyelitis (Polio, Kinderlähmung)
    – Röteln
    – Rotaviren
    – Tetanus (Wundstarrkrampf)

    Wie bei Medikamenten können Nebenwirkungen auftreten, in der Regel sind Impfungen jedoch sehr gut verträglich Häufig sind eine Rötung und Schmerzen an der Einstichstelle sowie eine Schwellung um die Einstichstelle die Folge, auch Fieber ist eine häufige Nebenwirkung. In ein paar Tagen sind diese leichten Nebenwirkungen wieder verschwunden, schwere Impfreaktionen sind sehr selten und müssen vom Arzt gemeldet werden. Jeder Betroffene kann auch selbst Nebenwirkungen melden und leistet dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Arzneimittelsicherheit.

    Durch die sogenannte „Impfmüdigkeit“, d.h. die Vernachlässigung oder bewusste Ablehnung der empfohlenen Schutzimpfungen, treten manche Infektionskrankheiten wieder vermehrt auf. Sinkt die Durchimpfungsrate unter die kritische Schwelle für die Immunität der Gesamtbevölkerung, stellt die Impfmüdigkeit zudem eine für Säuglinge, Alte und immundefiziente Patienten, lebensbedrohende Verhaltensweise dar.




Wendt, B. (1997).Lexikon der Kinderkrankheiten. Bergisch Gladbach: Honos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG.
Dr. Christine Heins, R. r. (2000).Mein Kind ist Krank. Hamburg: COMPANIONS Glaenzer Linkwitz Wiskemann GmbH
Mary Rudolf, T.L. (2011).Paediatrics and Child Health. New Jersey, USA: John Wiley and Sons Ltd.
letzte Änderung: 26.04.2019

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