Virusinfektion

Definition

Unter einer Virusinfektion versteht man das aktive oder passive Eindringen von Viren in einen Organismus und deren Vermehrung dort. Die in der Regel darauf folgende Reaktion des Organismus kann sich in einer Infektionskrankheit äußern.

Entstehung

Viren können auf unterschiedlichen Wegen in den menschlichen Körper gelangen. Erkältungs- und Grippeviren werden häufig durch Tröpfcheninfektion übertragen und nisten sich dann auf der Nasen- oder Rachenschleimhaut ein. Auch über Verletzungen und über Nahrung können bestimmte Arten von Viren den Weg in den Körper finden.

Ablauf der Infektion

Hat das Virus eine Wirtszelle gefunden, beginnt es mit der Einnistung. Zunächst heftet es sich an die Zelloberfläche an. Die Virushülle verschmilzt dann mit der Zellwand, und das Virus schleust seine Erbinformation in die Zelle ein. Diese produziert anschließend neue Viren, die schließlich freigesetzt werden. Das Immunsystem kann verhindern, dass Viren an Zellen andocken. Dazu besetzen die Antikörper der Immunzellen die entsprechenden Rezeptoren der Viren und blockieren sie.

Auf diese Weise entledigt sich der Körper nach und nach der Krankheitserreger ganz von selbst, und die Virusinfektion klingt ab. Eine Erkältung ist so meist nach spätestens zwei Wochen überstanden, ohne dass eine Behandlung notwendig ist. Medikamente können lediglich die Symptome wie Husten, Schnupfen und Schmerzen lindern.

RS-Virusinfektion

Das Respiratorische Syncytial-Virus (kurz RS-Virus) ist bei Säuglingen und Kleinkindern bis zum Alter von drei Jahren weltweit der häufigste Auslöser von akuten Atemwegsinfektionen. In den ersten drei Lebensmonaten können diese besonders schwer verlaufen. Grundsätzlich können Infektionen mit RS-Viren, die vor allem in den Wintermonaten und im Frühjahr gehäuft vorkommen, jeden treffen. Während ältere Kinder und Erwachsene in aller Regel nur leichte, erkältungsähnliche Symptome entwickeln, greifen RSV-Infektionen in den ersten Lebensmonaten leicht von den oberen auf die unteren Atemwege über. In der Therapie von RSV-Infektionen können nur die Symptome wie Husten, Schnupfen oder Fieber behandelt werden.





Wendt, B. (1997).Lexikon der Kinderkrankheiten. Bergisch Gladbach: Honos Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG.
Dr. Christine Heins, R. r. (2000).Mein Kind ist Krank. Hamburg: COMPANIONS Glaenzer Linkwitz Wiskemann GmbH
Mary Rudolf, T.L. (2011).Paediatrics and Child Health. New Jersey, USA: John Wiley and Sons Ltd.
letzte Änderung: 15.09.2016

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