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Angststörung

Definition

Angststörung (auch: phobische Störung) ist ein Sammelbegriff für psychische Störungen, bei denen entweder eine übertriebene unspezifische Angst oder konkrete Furcht (Phobie) vor einem Objekt bzw. einer Situation besteht, oder eine der Situation angemessene Angst fehlt. Auch die Panikstörung, bei der Ängste zu Panikattacken führen, zählt zu den Angststörungen.

Angststörung beim Kind

Es ist beispielsweise häufig so, dass Kinder eine gewisse Angst bei der Trennung von den Eltern verspüren. Selten tritt diese Phase vor dem 6. Monat ein, ab dem 5. Lebensjahr ist dieses normale Phänomen kaum noch zu beobachten. Im Allgemeinen wird dies durch die sich entwickelnde Bindung des Kindes an die Eltern erklärt. Trennungsangst tritt häufig in Situationen auf, in denen eine Zuneigungsperson das Kind, zumeist in einer unbekannten Umgebung, kurz oder längerfristig zurückgelassen hat. Den Charakter einer Störung erhält dieses normale Verhalten des Kindes erst, wenn „eine unübliche Ausprägung, eine abnorme Dauer über die typische Altersstufe hinaus und durch deutliche Probleme in sozialen Funktionen vorhanden ist.

Wie wird eine Angststörung diagnostiziert?

Im Mittelpunkt der Diagnostik steht das ärztliche oder psychotherapeutische Gespräch. Anhand der geschilderten Symptome kann der behandelnde Arzt oder Psychotherapeut eine erste Verdachtsdiagnose stellen. Um körperliche Beschwerden der Angst, wie zum Beispiel Atemnot und Herzrasen, von einer organischen Erkrankung unterscheiden zu können, muss zunächst eine ausführliche medizinische Untersuchung zum Ausschluss einer körperlichen Ursache erfolgen. Dazu sind meist auch laborchemische und technische Untersuchungen erforderlich (Blutuntersuchung, EKG und ähnliche). Erst nach Ausschluss einer körperlichen Erkrankung sollte eine seelische Störung diagnostiziert und die Behandlung geplant werden.

Folgende Kriterien sprechen für eine Angststörung:

– die Angst ist der Situation erkennbar nicht angemessen
– die entsprechenden Angstreaktionen halten deutlich länger an, als nötig wäre
– die besonders geartete Angst ist durch die Betroffenen weder erklärbar, beeinflussbar noch zu bewältigen
– die Ängste führen zu deutlichen Beeinträchtigungen des Lebens der Betroffenen
– die Ängste schränken den Kontakt zu fremden Menschen ein

Weiterführende Informationen finden Sie in den von uns recherchierten und geprüften Websites:


Kliniken/Fachgesellschaften

15.06.2015

Neurologen und Psychiater im Netz

Sehr umfangreiche Informationen zu „normaler“ Angst und Ängstlichkeit. Tipps zur Unterstützung ängstlicher Kinder, Anzeichen für ausgeprägte Angst und Formen von „Furcht vor Dunkelheit“ bis „Panikstörung“.


15.06.2015

Angstauskunft.de

Viele Informationen zu den verschiedensten Formen von Angst und den Ursachen. Alltagstippe, Selbsthilfe und vieles mehr.


Institution/Behörden

15.06.2015

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Informationen zu Ursachen und Formen kindlicher Angst, von Alpträumen bis Schulangst, Symptome und Behandlungs-Tipps.


15.06.2015

Zentrum Bayern Familie und Soziales Bayerisches Landesjugendamt

Informationen zu Ursachen und Symptomen, Beratung und Hilfestellungen.


Kommerzielle Anbieter

30.05.2015

Netmoms.de

Ängste im Kindergarten, Ursachen und Hilfestellung.


30.05.2015

Kizz.de

Ursachen und Hilfestellung.