Definition

Die Zahntransplantation ist eine relativ alte, jedoch nicht so bekannte Methode für den Ersatz verlorener oder nicht angelegter Zähne. Haupt-Einsatzgebiet ist die Zahntransplantation von eigenen Weisheitszähnen in das durch den Zahnverlust verursachte Lückengebiss in Ober- und Unterkiefer, gefolgt von der Transplantation von verlagerten Schneidezähnen und Backenzähnen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen eine sehr geeignete Methode.

 

Einsatz der Zahntransplantation

Zahntransplantationen werden hauptsächlich bei Jugendlichen oder Kindern (Milchzahntransplantation) durchgeführt. Für das jugendliche Gebiss bestehen sehr gute Prognosen, dass das Transplantat ohne Probleme in den Kieferknochen einwächst. Außerdem entsteht durch den Lückenschluss eine bessere Ausformung des Zahnbogens.

Ähnliches gilt für das Milchzahngebiss: Auch hier können der Zahnverluste nach Unfällen oder Zahnlücken aufgrund einer Nichtanlage durch Zahntransplantationen geschlossen werden. Hier dienen die verpflanzten Zähne in erster Linie als Platzhalter für die kommenden bleibenden Zähne und haben ebenso wie bei den Jugendlichen positive Auswirkungen auf die Ausformung der Kieferknochen sowie den Knochenerhalt.

Unabhängig von der Altersgruppe und der Lokalisation, ist die Transplantation von eigenen Zähnen eine Erfolg versprechende und sehr wirtschaftliche Therapie zur Behandlung des Lückengebisses. Die Zehn-Jahres-Erfolgsraten bei der (autogenen) Transplantation liegen bei über 80%.